welches objektiv eignet sich für welche anwendung?

Als Fotograf ist die Wahl des richtigen Objektivs von entscheidender Bedeutung, um die gewünschte Wirkung in einem Foto zu erzielen. In diesem Artikel werden wir uns ansehen, welches Objektiv sich für welche Art von Aufnahmen eignet.Zuerst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Arten von Objektiven gibt, die sich in ihrer Brennweite unterscheiden. Die Brennweite gibt an, wie stark das Objektiv zoomt oder abbildet und beeinflusst die Perspektive des Fotos. 

Ein Weitwinkelobjektiv hat eine kurze Brennweite und eignet sich hervorragend für Landschaftsaufnahmen, Architekturfotografie und Innenaufnahmen von Räumen. Es ermöglicht es, viel von der Umgebung einzufangen und eine grosse Tiefenschärfe zu erzielen. 

Ein Standardobjektiv hat eine mittlere Brennweite und eignet sich am besten für allgemeine Aufnahmen wie Porträts, Familienfotos und Strassenfotografie. Es bietet eine natürliche Perspektive, die der menschlichen Sicht entspricht.

Ein Teleobjektiv hat eine lange Brennweite und eignet sich hervorragend für Sport- und Wildtierfotografie, sowie für Aufnahmen aus großer Entfernung. Es ermöglicht es, weit entfernte Objekte näher heranzuholen und bietet eine gute Tiefenschärfe.

Ein Zoomobjektiv ermöglicht es, die Brennweite zu verändern und damit die Perspektive des Fotos anzupassen. Es eignet sich am besten für Aufnahmen in Situationen, in denen man schnell die Perspektive ändern muss, wie beispielsweise bei Sportveranstaltungen oder bei der Tierfotografie.

Ein Makroobjektiv eignet sich für die Aufnahme von kleinen Objekten oder Details. Es ermöglicht es, sehr nah an das Motiv heranzufahren und ermöglicht eine große Schärfe auf kleinen Bereichen.Es gibt noch viele weitere Arten von Objektiven wie Tilt-Shift, Fish-Eye und spezielle Objektive für bestimmte Anwendungen wie Astrophotografie, aber die oben genannten sind die gängigsten und am häufigsten verwendeten.

Nun kommt noch die Frage auf - Festbrennweite, Zoom- oderTeleobjektiv?

Festbrennweiten und Zoomobjektive sind beide wichtige Werkzeuge für Fotografen, aber sie haben unterschiedliche Eigenschaften und sind für verschiedene Arten von Aufnahmen am besten geeignet.

Ein Festbrennweitenobjektiv hat eine feste Brennweite, die nicht verändert werden kann. Die Schärfentiefe bei Festbrennweiten höher als bei Zoomobjektiven. Diese Eigenschaft macht sie besonders gut für Porträtaufnahmen geeignet, da sie es ermöglichen, die Schärfe auf ein bestimmtes Gesichtsmerkmal wie die Augen zu konzentrieren.

Zoomobjektive hingegen haben eine variable Brennweite, die verändert werden kann. Dies ermöglicht es dem Fotografen, den Abstand zwischen der Linse und dem Sensor zu verändern und damit den Bildausschnitt zu vergrössern oder zu verkleinern. Zoomobjektive sind daher sehr flexibel und eignen sich besonders gut für Aufnahmen von Landschaften, Sportveranstaltungen, Wildlife und anderen Szenen, bei denen man nicht nah genug an das Motiv herankommen kann.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Zoomobjektive in der Regel nicht so lichtstark sind wie Festbrennweiten. Sie haben auch höhere Verzerrungen und eine geringere Schärfentiefe. 

Insgesamt sind Festbrennweiten und Zoomobjektive beides wertvolle Werkzeuge für Fotografen, die je nach Art der Aufnahme und den Anforderungen des Fotografen unterschiedlich eingesetzt werden können. Wichtig ist, dass man die Eigenschaften und die Stärken und Schwächen der beiden Objektivtypen kennt, um die richtige Wahl für die Aufgabe zu treffen.

Wenn man sich also auf die Suche nach einem neuen Objektiv macht, ist es wichtig zu überlegen, welche Art von Aufnahmen man damit machen möchte. Es lohnt sich auch, in Qualität zu investieren, da hochwertige Objektive in der Regel sehr viel bessere Bilder liefern und langlebiger sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen Objektivs entscheidend dafür ist, die gewünschte Wirkung in einem Foto zu erzielen. Es ist wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, welche Art von Aufnahmen man damit machen möchte und auf Qualität zu achten, während man das Budget im Auge behält.

Vielleicht gibt dir der Objektivsimulator  ( <-- Link) von Nikon noch Antworten.