13. NOVEMBER 2020 | POSTED BY STEFAN RÜEDI

LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE - WHAT'S IN MY BAG?


WENIGER IST MEHR - ODER ABER - SEI AUF ALLES VORBEREITET.

Ciao, Grüezi, Hoi und Allegra zum Thema - what's in my bag?

 

Erst muss ich mich für den absolut mega-verspäteten Blogbeitrag entschuldigen aber meine neue Webseite wurde leider, leider ... leider - nicht fertig. Es ist ein hin und her ohne Horizont. Ich wollte den neuen Beitrag auf der neuen Seite veröffentlichen aber es wird wohl etwas später .. reichlich viel später um es mal so auszudrücken. Es sollte alles längst soweit sein, dass ich damit arbeiten kann aber irgendwie will es einfach nicht. Es tut mir deshalb Leid, dass auf den neuen Blogbeitrag solange gewartet werden musste.  Nun denn - bis die neue Webseite auf der neuen Plattform endlich und vielleicht auch einwandfrei läuft, werde ich auf dieser Plattform hier weiterhin meine Beiträge veröffentlichen. Zum Thema ..

Ja, was habe ich denn nun zu Beginn vom 2021 in meiner "Tasche"? Wie im Register about me beschrieben, besteht der wesentliche Teil meiner Ausrüstung aus folgenden Dingen:

Davon nehme ich natürlich meist nicht alles mit auf meine Fotowalks. Gemäss meinem Leitfaden define-plan-shoot-reflect, stelle ich mir in der Planungsphase zusammen, welches Material ich für mein Shooting benötige. Gehe ich auf einen spontanen walk durch die Stadt, nehme ich den Body und in der Regel das lichtstarke 35mm von Tamron mit. Dieses Objektiv findet bei mir auch in der Astrofotografie seine Anwendung, grad wegen der tollen Lichtstärke. Zum Stadtwalk nehme ich keine weiteren Speicherkarten oder Akkus mit. Betreffend Energie habe ich in der Regel sowieso keine Probleme, da ich den Batteriegriff immer an meiner Kamera habe und so über die doppelte Power verfüge. Gehe ich auf einen spontanen walk in die Natur ist meist das 24-70mm mit angesetztem Polfilter dabei. Auch hier nehme ich keine weiteren Dinge mit.

Gehe ich spezifisch und geplant in die Natur für die Landschaftsfotografie, fülle ich den Rucksack mit dem Stativ, dem 24-70mm, dem 70-200mm und natürlich dem 14-24mm von Sigma. Alle mit zwei-achter Lichtstärke. Je nach Planung kommt noch das eine oder andere Teil mit. Dabei sind immer auch alle meine Filter im Filterhive, ein weiterer Ersatz-Akku, zwei weitere Speicherkarten sowie 2 Taschenlampen mit Rot- und Weisslichtfunktion sowie Fernauslöser - so die "immer dabei" Dinge, die mich in der Arbeit unterstützen. Putztücher, Lenspen und Inbusschlüssel dürfen ebenfalls nicht fehlen. Für die Astrofotografie bin ich ebenfalls gerüstet, wenn dies auf dem Plan steht; dann kommt noch der LRTimelape Pro 3 mit, um saubere Timelapse zu machen. Dieses Jahr neu dabei sind die rear Filter für das SIGMA 14-24mm. Diese Filter habe ich gekauft, da die Linse des Ultraweitwinkelobjektivs so weit heraussteht, dass ich eine neue Filterhalterung hätte kaufen müssen und dazu auch das komplette Filterset. Nebst dem äusserst hohen Preis für die Frontfilterlösung, drehten sich meine Gedanken auch um Gewicht und Grösse der neuen Filterausrüstung. Vor allem wäre meine aktuelle Filterpalette inklusive Halterung überflüssig geworden, sprich ich hätte am Ende diese sozusagen doppelt gehabt. Einerseits in der Grösse 100x100mm und zusätzlich in 150x150mm. Da ich nicht gesponsert werde und ich keine Fotogegenstände zu Verfügung gestellt bekomme, wäre dies ein äusserst hoher finanzieller Aufwand gewesen, den ich nun mit modernster Technik auf ein Minimum reduzieren konnte. Dank den rear Filtern von KASE für das SIGMA 14-24mm habe ich ein ganzes Filterset, welches kaum grösser ist als eine Zigarettenschachtel und einen Bruchteil der Frontfilter gekostet hat. Und noch etwas ist hervorzuheben .. die rear Filter sind aufgrund der beengten Platzverhältnisse so dünn, dass die Glasdicke kaum Einfluss auf die Lichtmengenreduzierung hat.

Hin und wieder mache ich auch geplante Touren zu denen ich nur den Body mit einem einzigen Glas mitnehme, um mehr aus der Komfortzone zu kommen und um meine Kreativität anzukurbeln. Hat man nur ein Glas dabei, ist man sehr eingeschränkt unterwegs und man muss sich für gewisse Motive wirklich "nach der Decke strecken" und sich "im Sehen" anstrengen. Vielfach entstehen so tolle Bilder mit einem eigenen Ausdruck. Ich mache des Öfteren solche "Einglas" Ausflüge, um einfach mehr aus mir selbst herauszuholen. Apropos Stativ - hier rate ich nicht zu sparen. Ich habe wirklich schon einiges erlebt, respektive mitangesehen, wo sich mir dann schon Fragezeichen bilden - ein Stativ soll den Zweck erfüllen, klar, aber das sollte es dann auch wirklich tun. Du kaufst ja ein Stativ um verwacklungsfreie Fotos zu schiessen. Ein Wackelding mit dünnen Beinchen oder aus billigem Kunststoff der Temperaturen unter null gar nicht mag, erfüllt den Zweck schlichtweg aber nicht. Es mag leicht sein, kompakt aber keineswegs stabil und in allen Lebenslagen brauchbar. Aktuell geht der Trend vor allem bei den auf youtube aktiven Fotografen vielfach in die Richtung "auch für 50 Euro gibts ein Stativ" oder es werden Stative oder andere Fotozubehörteile für Preise beworben, die Fragen aufwerfen. Ich rate dir wirklich - schau dir die Sachen an, lass dich beraten und belese dich. Nicht immer ist ein Artikel für 50 Euro so gut wie der für 500 Euro was einem in vielen Filmchen glaubhaft gemacht werden möchte. Ich kaufe sowieso in der Schweiz ein ... aber die youtube und Influencerfotografen in unseren Breitengraden kommen ja meist aus Deutschland. Der Trend "Geiz ist geil" hat seine Grenzen und du wirst mehrmals kaufen, wenn du dich von Schnäppchenprodukten leiten lässt. Die Margen sind immer hoch, ob bei teuren Hersteller oder beim Billiganbieter. Der Hersteller und die Zwischenhändler werden immer verdienen - nur mit dem Resultat unterm Strich, dass das günstige Teil, dann in der Herstellung auch wirklich RICHTIG günstig war. Ein Stativ das für 150 EURO den Weg in den Handel findet hat in der Herstellung womöglich um die 20 bis max 30 EURO gekostet. Dann muss der Importeuer davon leben, einer der seinen guten Namen für das Teil hergegeben hat und zuguterletzt muss auch der Endhändler was davon haben. Wahrscheinlich sind wir dann eher bei 20 EURO Herstellungskosten als bei 30 ... Und wenn dann das gekaufte Teil nicht die Freude bereitet die überall angepriesen wird oder nicht so lange Freude bereitet wie angenommen, braucht man sich nicht wundern.


Nebst dem technischen Equipment darf natürlich auch die Tasche, der Bag oder der Rucksack nicht vergessen werden. Irgendwo muss die Ausrüstung, je nach Fotoziel, verstaut werden. Und je nachdem, wo ich hingehe, nehme ich die entsprechende Tasche mit. Gehe ich in die Berge, benutze ich den Rucksack. Und hier wären wir bereits wieder beim Thema sparen. Und auch da wirst du nicht glücklich werden, wenn du ein Teil kaufst, dass viel verspricht und schlussendlich nichts hält aber 100 CHF günstiger ist. Der Rücken dankt es dir Abends, wenn du einen ergonomischen Rucksack auf einer Tagestour getragen hat. Und es gibt sie - die Fotorucksäcke. Speziell ausgestattet und konzipiert. Man braucht also nicht den Wanderrucksack irgendwie zu befüllen in der Hoffnung, dass die Kamera nicht beschädigt oder vom belegten Brötchen vollgeschmiert wird. Immerhin ist etwas Gewicht zu schleppen und es macht alles wesentlich einfacher, wenn nicht nur die Kamera top ist, sondern auch das drumherum. Der Rucksack ist wetterfest, am Rücken durchlüftet, strapazierfähig, genau für diesen Zweck konzipiert und die Bedienung darauf ausgerichtet, sprich - für diesen Einsatz gedacht.

Meine Holstertasche nehme ich mit für die Stadt oder einen kleinen spontanen "Einglas-Fotowalk". Diese ist bequem zu tragen, wetterfest und kann den Body inklusive einem montierten Batteriegriff und bis zu einem angesetzten 70-200mm Objektiv aufnehmen.

Zu guter Letzt - Für meine Bilder der DARKART Serie, also Portraitfotografie mit einer Prise Steampunk oder Gothicnote, habe ich bevorzugterweise das 35mm oder das 85mm im Einsatz, wobei ich bemerken muss, dass ich das 85mm nicht so gerne nehme, da dieses nicht stabilisiert ist. Ich arbeite dazu in einem Studio und habe dort eine Beleuchtungs- und Blitzanlage zu Verfügung. Ich shoote aus der Hand und nicht mit einem Stativ. Das nur so am Rande, der Vollständigkeit halber.

Damit wäre ich am Ende dieses Themas angelangt. Ich hoffe, dass ich dir interessanten, abwechslungsreichen und lockeren Lesestoff geboten habe und dass du etwas mitnehmen konntest. Bis zum nächsten mal - ich würde mich freuen, dich als Leser hier wieder anzutreffen.