Filter in der fotografie

Die Filterfotografie ist eine wichtige Technik für jeden Fotografen, der seine Bilder verbessern möchte. Indem man verschiedene Filter vor, hinter oder im Objektiv anbringt, kann man die Farben und das Licht im Bild beeinflussen und so eine bessere Kontrolle über das Endergebnis erlangen. Ich erlaube mir hier nur die Gängigsten Filter aufzuzählen.

Einer der wichtigsten Filter für Landschaftsfotografen ist der Grauverlaufsfilter. Er reduziert die Helligkeit des Himmels und bringt zusätzlich die Wolken besser zur Geltung, falls welche vorhanden sind. Auch wird der sehr hohe Dynamikumfang durch die Lichtreduzierung im Bereich des Himmels etwas reduziert.

Ein weiterer, sehr wichtiger Filter für Landschaftsfotografen ist der Polfilter. Er kann dazu verwendet werden, um Reflexionen auf Wasser und anderen glänzenden Oberflächen zu reduzieren und die Farben im Bild zu kräftigen.  

Wasserspiegelungen werden mit diesem Filter der Vergangenheit angehören. Statt einer Spiegelung des Wassers, kann man das Wasser im Bild als durchsichtig wahrnehmen. Man kann beispielsweise Steine am Flussgrund sehen, vorausgesetzt der Fluss ist nicht zu tief und das Wasser klar :-)

Ein Polfilter wird auch verwendet, um die Farben im Himmel bei Sonnenauf- und untergängen zu intensivieren.


Für Porträtfotografen oder in der Filmbranche sind die Weichzeichner-Filter von sehr grosser Bedeutung. Der Weichzeichner-Filter kann verwendet werden, um das Gesicht einer Person weicher erscheinen zu lassen und Unvollkommen-heiten zu kaschieren.

Zusammengefasst sind Filter auch heute im Zeitalter von Lightroom, Photoshop & Co. ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Fotografen, um die Qualität der Bilder zu verbessern und um mehr kreative Freiheit zu haben. Es ist wichtig, verschiedene Filter auszuprobieren und zu verstehen, wie sie das Licht und die Farben im Bild beeinflussen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Und - vieles lässt sich nur mit Filtern realisieren und kann mit Nachbearbeitung am Computer nicht erzielt werden.

  • Grauverlaufsfilter: Dieser Filter reduziert die Helligkeit des Himmels und bringt damit die Wolken besser zur Geltung. Ein Graufilter kann auch dazu verwendet werden, um die Farben im Bild auszugleichen und die Kontraste zu reduzieren. Graufilter gibt es in verschiedenen Stärken, von leicht bis sehr stark.
  • Polfilter: Dieser Filter kann dazu verwendet werden, um Reflexionen auf Wasser und anderen glänzenden Oberflächen zu reduzieren und die Farben im Bild zu sättigen. Ebenso wird er auch verwendet, um die Farben im Himmel bei Sonnenuntergängen und -aufgängen und die Farben von Blättern und Gras in Landschaftsfotos zu intensivieren.
  • ND-Dichte-Filter (Neutral Density Filter): Die ND Filter reduzieren die Lichtmenge, die auf den Sensor gelangt, ohne die Farben zu beeinflussen. Dies ermöglicht es dem Fotografen, längere Belichtungszeiten bei Tageslicht zu verwenden, um beispielsweise Wasser fliessen zu lassen oder Wolkenbewegungen aufzunehmen, oder um bei hellen Lichtverhältnissen eine grössere Blendenöffnung zu verwenden.
  • Weichzeichner-Filter, Black-Mist-Filter oder Allure-Mist-Filter: Diese Filter werden hauptsächlich in der Porträtfotografie verwendet. Der Mist-Filter kann verwendet werden, um das Gesicht einer Person weicher erscheinen zu lassen und Unvollkommenheiten zu kaschieren. Durch die durch die Zeit immer extremer Abbildungsleistung der Objektive können extreme Schärfen störend wirken. Die Black-Mist-Filter oder "Weichzeichner" können diesem Umstand entgegentreten und übermässige Schärfe und Kontraste mildern. Die Filter reduzieren die Hochlichter, senken den Kontrast in der Aufnahme und mildern Falten und Unreinheiten bei Porträts. Das ergibt dann in der Summe den beliebten Kinolook.
  • Nightfilter: Nightfilter sind spezielle Filter, die bei der Fotografie in der Nacht verwendet werden, um das Licht von Straßenlaternen und anderen künstlichen Lichtquellen in der Umgebung zu reduzieren. Dies ermöglicht es dem Fotografen, Aufnahmen mit längerer Belichtungszeit zu machen, ohne dass das Licht die Aufnahme überstrahlt. Nightfilter sind besonders nützlich, um Aufnahmen von Architektur, Strassenszenen und Landschaften in der Nacht zu machen. Sie ermöglichen es dem Fotografen, die Schönheit der nächtlichen Umgebung einzufangen und dabei das Licht unter Kontrolle zu halten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Nightfilter nicht in allen Situationen notwendig sind und dass es oft besser ist, die natürlichen Lichtverhältnisse zu nutzen, anstatt sie mit einem Filter zu beeinflussen. Eine gute Kenntnis der Fotografie-Grundlagen und eine sorgfältige Planung der Aufnahme sind daher unerlässlich, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.